Donnerstag, 31. Oktober 2019

Zeitenzauber

#172 Rezension zu "Zeitenzauber - Das verborgene Tor" von Eva Völler



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  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Baumhaus Taschenbuch
  • ISBN-13: 978-3843210898


✮✮✮✮✰




Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich hatte über diese Reihe bereits ein wenig was gehört und war dann selbst sehr neugierig. 
Ich finde, dass das Cover gut in die Kategorie Fantasie passt. Die Illustration ist wunderschön und auch die Farben gefallen mir sehr gut. Der Titel "Das verborgene Tor" klingt mysteriös und sehr spannend, sodass man direkt auf den Inhalt neugierig wird.


Klappentext:

Anna und Sebastiano sollten eigentlich nur einen Ingenieur nach London in das Jahr 1813 begleiten. Doch dort angekommen, erwartet sie eine weitaus gefährlichere Mission: Jemand versucht, sämtliche Zeitreise-Tore zu zerstören, und nur Anna und Sebastiano können es verhindern. Getarnt als Geschwister tauchen sie in die High Society des Londoner Adels ein. Auf Kutschfahrten und Tanzfesten müssen sie sich nicht nur gegen aufdringliche Verehrer wehren, sondern kommen auch möglichen Verdächtigen auf die Spur. Doch wer spielt tatsächlich ein falsches Spiel?


Meine Meinung:

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand, dass das eine sehr gute Entscheidung war. Die Stimme der Leserin kam mir direkt bekannt vor (Achtung Spoiler - es ist die deutsche Stimme von Bella aus Twighlight).
Und verpeilt wie man manchmal ist, habe ich eben festgestellt, dass ich mit dem 3. Band der Reihe begonnen habe :D .. haha, tja das passiert. 
Nun kann ich aber sagen, dass man die Geschichte definitiv eigenständig lesen kann - ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Hintergrundwissen fehlte oder sonstiges. Ich lernte zwei Charaktere kennen, Anna und Sebastiano, die ein Paar waren, sich liebten und zusammen ein unglaubliches Abenteuer erlebten. 

Gelesen wurde die Geschichte wunderschön, die Stimme war sehr angenehm und man konnte der Handlung sehr gut folgen. 
Auf Mission im Jahr 1813, als Geschwister getarnt war für Anna und Sebastiano alles andere als leicht. Anna ist ein recht eifersüchtiger Charakter und hatte es recht schwer sich im Zaum zu halten und nicht die Beherrschung zu verlieren, immerhin musste die Tarnung aufrecht erhalten werden. Sebastiano hingegen ist ein lässiger Typ, ihn interessiert es nicht wenn er von anderen Frauen angemacht wird oder sie mit ihm flirten, er liebt Anna und niemand anderen. Daher belustigt ihn Annas Verhalten eher.. (die beiden erinnern mich ein wenig an mich selbst und meinen Mann) 
Das gemeinsame Abenteuer in jener Zeit stellte sich recht schnell als sehr gefährliches Unterfangen heraus, Sebastiano wurde verwundet und Anna folgte ihrem Instinkt und begab sich selbst in große Gefahr. Ich würde sagen, sie hatte teils mehr Glück als Verstand.

Vom Inhalt möchte ich gar nicht so viel verraten, man muss sich die Geschichte einfach anhören bzw. lesen :) Mich hat es zu Beginn ein wenig an die Edelstein Triologie erinnert, jedoch kann ich nun sagen, dass es nicht damit zu tun hat. Ich finde es hier sogar besser, dass die Charaktere wegen einer Mission in eine andere Zeit reisen und dort auch bleiben, bis sie eben zurückkehren und nicht nach 1-2 Stunden wie von selbst wieder in die eigentliche Zeit springen. Man erlebt das Geschehen in jener Zeit mit, man lernt die Lebensumstände kennen  - es ist einfach ein anderes Gefühl, was man dabei entwickelt. 


Fazit:

Die Geschichte war wirklich toll. Mir war es zwischendurch mal etwas zu langatmig aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. selbst wenn ich mal längere Zeit nicht mehr weiter gehört hatte, kam ich wunderbar wieder in die Geschichte rein.
Wer sich für die Richtung Fantasy und Zeitreise interessiert ist hier bestens bedient, kann ich nur empfehlen.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Gier

#171 Rezension zu "Gier - wie weit würdest du gehen?" von Marc Elsberg




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  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • ISBN-13: 978-3764506322


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Das Buch wurde mir freundlicher Weise vom Blogger-Portal als Rezensionsexemplar  zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür.

Cover:

Das Cover finde ich okay. In meinen Augen sagt es jetzt nicht viel zum Inhalt aus. Aber da es auch um die Wirtschaft geht, finde ich das Container-Schiff als "i" gut gewählt.


Klappentext:

»Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Massenarbeitslosigkeit und Hunger – die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und Staaten in den Bankrott treibt. Nationale und internationale Konflikte eskalieren. Nur wenige Reiche sind die Gewinner. Bei einem Sondergipfel in Berlin will man Lösungen finden.
Der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson soll eine Rede halten, die die Welt verändern könnte, denn angeblich hat er die Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Doch dazu wird er nicht mehr kommen. Bei einem Autounfall sterben Thompson und sein Assistent – aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war, und der hineingezogen wird in ein gefährliches Spiel. Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen …

Meine Meinung:

Vorab sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich das Buch nach ein bisschen über der Hälfte abgebrochen habe. 
Der Klappentext klingt wirklich vielversprechend,  aber vom politischen und wirtschaftlichen Teil her habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich etwas verstanden. Es geht um die Börse und Aktien und wie man am schnellsten und besten Geld verdient, aber ganz ehrlich....BAHNHOF. Der Thrilleranteil in dem Buch ist recht zäh und auch hier ist es nur schwerlich zu folgen. Es ist ein Mord geschehen, gleich am Anfang,  und es gibt einen Zeugen. Ein Opfer konnte bevor er starb noch 2 Namen nennen und einen hat er direkt aufspüren können. Nun sind beide vor den Tätern auf der Flucht, gleichzeitig aber auch vor der Polizei, da der Zeuge als Verdächtiger gilt. Bis hierhin ist es auch gut  aber die Handlung zieht und zieht sich und man hat das Gefühl die Handlung steht auf der Stelle. 

Der Zeuge,  Jan Wutte und Fitzroy Peel (einer Namen die noch genannt werden konnten) versuchen herauszufinden wieso Fitz Kumpel Will ermordet wurde. Dabei geht es um eine Firmel, die er wohl entwickelt hat und dieser Formel sind sie nun auf der Spur.. 

Mich hat die Handlung aber irgendwann so genervt, dass ich mich entschieden habe abzubrechen. 
Der Schreibstil ist gut, keine Frage. Es liest sich flüssig aber die Thematik ist mir zu kompliziert. Die Handlung springt von Jan und Fitz zu den Tätern, zur Polizei und dur Wirtschaft.. bzw. zum Gipfeltreffen, welcher stattfand. Ich fand es recht schwer dem zu folgen, da die Handlung auch mitten im Kapitel wechselt. Mit dem Namen kam ich am Anfang überhaupt nicht klar, er Richtung Mitte wusste ich wer zu wem gehört und selbst da musste ich immer scharf nachdenken um nicht den Faden zu verlieren.

Fazit:

Es ist nun mein zweites Buch von dem Autor, das ich abgebrochen habe. Ich habe mich nun dazu entschlossen kein weiteres Buch des Autors zu lesen, bzw. kein weiteres Buch auszuprobieren. Das  nächste könnte einen ja wieder gefallen  aber das Risino gehe ich nicht ein. Es gibt genug gute Bücher in meinem Regal die warten gelesen zu werden, da  möchte ich die Lesezeit nicht verschwenden.
Für mich war es ein Schuss in den Ofen, daher vergebe ich lieb gemeinte 2 von 5 Sternen.

Montag, 21. Oktober 2019

Worüber wir schweigen

#170 Rezension zu "Worüber wir schweigen" von Michaela Kastel


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  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Emons Verlag 
  • ISBN-13: 978-3740806439


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Dieses Buch wurde mir freundlicher Weise vom Verlag als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt.

Cover:

Das Cover gefällt mir richtig gut, es ist sehr schlicht gehalten und lässt einiges an Interpretation offen. Für mich ist es so, dass es eine Gute Seite des Lebens (die Schmetterlinge) ausdrückt und eine Schlechte Seite (die Dornen). Es ist nur die Frage welchen Weg man geht oder wie man das beste daraus macht.


Klappentext:

Abgründige Charaktere, ein unverhofftes Wiedersehen und ein Schweigen, das tief in die Vergangenheit führt.

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Nina ihr Heimatdorf fluchtartig verlassen hat. Nun kehrt sie unerwartet zurück, und ihre Ankunft wirft das sonst so ruhige Leben in der Gegend aus der Bahn. Was treibt sie wieder an den Ort, den sie so lange gemieden hat? Das Zusammentreffen mit ihrer alten Clique weckt in allen dunkle Erinnerungen an ein Ereignis, an dem ihre Freundschaft einst zerbrach. Und über das alle bisher geschwiegen haben ...


Meine Meinung:

Ich bin etwas hin und her gerissen was das Buch angeht. Einerseits ist es gar nicht schlecht, auf der anderen Seite würde ich nicht von einem Thriller sprechen. Vielleicht ein Psychothriller, damit könnte ich mich eher anfreunden.
Auch wenn das Buch spannende Stellen innehat, ist es mir im Ganzen einfach zu langweilig.
Das Buch ist in drei Charaktere unterteilt, die abwechselnd ihre Handlung darlegen. Prinzipiell finde ich die Variante der Aufteilung sehr gut, so kann eigentlich die Spannung aufrecht erhalten werden. Jedoch ist mir nicht ganz schlüssig, wieso es Nina, Tobias und Ninas Vater George sind. Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn das Buch in die komplette Clique unterteilt wäre. 
Alle Charaktere sind krank, gar keine Frage - George ist einfach unzufrieden und sucht sich seinen Spaß woanders, aber das ist für mich gar nicht mal verwerflich, denn seine Frau ist wirklich anstrengend und ich hätte an seiner Stelle wahrscheinlich auch so gehandelt. 
Nina ist schon als kleines Kind abnormal und gestört, und ich glaube ihr Vater weiß das auch, dass etwas nicht stimmt. Nur kann er ihr im Laufe des erwachsenwerdens nicht helfen, er ist scheinbar nie da ist. Oder er nimmt mit Absicht Abstand zu ihr, da er gar nicht weiß mit der Situation umzugehen. 
Tobias ist mit seiner zugezogen und ist der kleine Bruder von Dominik, um den es in gewisser Weise in diesem Buch geht. Domi ist ein Frauenheld und Tobias eher der Streber, der aber dennoch nichts auf dem Kasten hat. Natürlich streiten und necken sich Geschwister aber scheinbar verstört es Tobias, dass auch er depressiv wird und Entscheidungen trifft, die untypisch sind. 
Zu guter letzt haben wir dann noch Melanie, die beste Freundin von Nina - ich finde ja, dass die zwei irgendwie eine Hassfreundschaft führen. Jedenfalls ist diese Freundschaft ebenfalls nicht normal...

Nina ist der Jungsschwarm, bekommt jeden ab und denkt, das Jungs auch nichts anderes wollen als zu vögeln und ihren Spaß zu haben. Mel ist ganz anders, sie möchte die wahre Liebe finden. Diese scheint sie in Dominik gefunden zu haben. Jedoch ist Nina alles andere als begeistert und spannt Mel hinter ihrem Rücken den Freund aus. Natürlich kommt das alles irgendwann raus, zwar anders als geplant aber das spielt dann auch keine Rolle mehr. 
Dann folgt ein tragisches Ereignis, welches die Clique nie ganz verwunden hat. Nina war jedoch schon weg als dieses Tragödie passierte. Und genau diese Tragödie bringt sie nach 12 Jahren zurück - sie will wissen was damals passiert war.

Das ist im Großen und Ganzen die Handlung des Buches. Kein abschlachten, keine Polizeiarbeit, kein nichts.. daher würde ich es nicht als Thriller im klassischen Sinne betiteln. 
Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Ich kam von Anfang an gut ins Buch rein, hatte aber im Laufe die Probleme, dass ich lieber etwas anderes lesen wollte, da es mir zu langweilig war. 
Für einen Psychothriller hätte es dann gern noch mehr psycho sein können. Und die Beweggründe, wieso dieses Drama am Ende passiert ist, sind mir einfach zu schwach..und zu vorhersehbar. 
Das Ende war  dann noch mal recht gut, da man ein bisschen nachdenken musste wie es denn nun zustande kam, aber der letzte Satz im Buch gibt Aufschluss. 

Fazit:

Schöne Aufmachung mit mäßigem Inhalt. Ich denke, dass hier jemand gut bedient ist, der nicht so auf Mord und Totschlag steht :) Oder der einen seichten Psychothriller mag. 
Ich vergebe 3 von 5 Sterne für dieses Buch.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Violet Blue Sky

#169 Rezension zu "Violet Blur Sky - Songs für die Ewigkeit" von Nadine Stenglein



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  • Taschenbuch: 424 Seiten
  • Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH 
  • ISBN-13: 978-3960876304

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Diesen Roman habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten, vielen Dank dafür.

Cover:

Das Cover finde ich einfach traumhaft schön. Ich hatte mich direkt in das Buch verliebt, allein schon wegen der tollen Farben. Cover uns Titel stimmen perfekt überein und harmonieren sehr schön, hätte man nicht besser gestalten können.


Klappentext:

Zwei einsame Herzen, eine Verbindung - die Liebe zur Musik
Der neue mitreißende Liebesroman von Nadine Stenglein ist endlich da
Violet McLovely träumt schon lange davon Musikerin zu werden. Doch bisher liegt ihr Traum in weiter Ferne, denn ihr fehlt das nötige Geld für ein Musikstudium. Als sie nach dem Tod des weltbekannten Popstars Kevin Jordan Sky jedoch erfährt, dass sie seine Tochter ist, kommt Violet ihrer Musikkarriere einen Schritt näher. Denn der Popstar hat ihr einige unveröffentlichte Songs vermacht, über die Violet verfügen darf.
Violet taucht immer tiefer in die Welt ihres Vaters ein, lernt seine Bekannten und Freunde kennen. Darunter befindet sich auch der junge Musiker Payden, der sich schneller in Violets Herz schleicht als ihr lieb ist. Und plötzlich scheint Violet eine ganz neue Welt offenzustehen, in der sie ungekannte Seiten an sich entdeckt. Doch ebendiese neue Welt birgt auch Intrigen, die Violet mehr und mehr gefährlich werden ...


Meine Meinung:

Mir hat das Buch total Spaß gemacht zu lesen. Es ist eine unglaublich tragische Geschichte eines Mädchens, die Ihre Eltern verlor - auf zwei völlig verschiedene Art und Weise. Und dann kannte sie ihren Vater noch nicht einmal, sie hatte keine Chance ihn noch kennen zu lernen, dabei sind sie sich ähnlicher als man ahnt. 
Nun lebt sie bei ihrer Tante und man hat tatsächlich ein bisschen so einen Hauch Märchen  Aschenputtel.  Violet muss kochen und putzen und arbeiten gehen - und dann auch noch einen Anteil an Miete bezahlen, ich mein hallo? Sie ist die Nichte. Dann sind ihre Tante und der Onkel eigentlich nie zufrieden, meckern an allem und jeden rum.. einfach unausstehlich. 
Violet ist ein sehr angenehmer Mensch und eine wahre Freundin. Ihren schwulen Freund Jack mag ich ebenfalls sehr.. 

Ich finde die Handlung zwischen arbeitstüchtiges Mädchen und Tochter eines Weltstars harmoniert hier wunderbar. Violet bleibt total bodenständig und ist eigentlich mich der Situation der Medien total überfordert. Daher kann sie froh sein, dass die Familie des verstorbenen Kevin Jordan Sky doch zum größten Teil hinter ihr steht. Es wäre natürlich zu einfach, wenn ALLE hinter ihrem neuen Familienmitglied stehe würde, aber dann wäre die Geschichte mit Sicherheit viel eher beendet gewesen und es wäre kein so "klasse" Buch. 

Ich glaube, es ist sogar mein erster Roman in dieser Richtung. Ein unscheinbares Mädchen, das Musik liebt, selbst gern singt und auch eine tolle Stimme hat - lt. ihrem besten Freund - und auf einmal ein Mädchen des öffentlichen Leben sein soll, zumindest wenn es nach den Medien geht. Es werden Unterstellungen verbreitet (die sich zwar im Nachhinein auch bewahrheiten, aber dennoch), man wird auf Schritt und Tritt verfolgt, fotografiert und befragt. Das gleicht Stalking! Ganz ehrlich.. Und man kann sich in Violets Situation so gut hineinversetzten. Ich selbst würde auch nicht wollen eine Person des öffentlichen Lebens zu sein - zumindest in dem Maße. Ich möchte selbst über meine Bilder im Netz entscheiden können und es selbst in der Hand haben, wie und wie oft ich in das öffentliche Leben trete. Man muss aufpassen was man sagt, weil jedes Wort in den Medien verrissen wird, es wird einem das Wort im Mund umgedreht und das ist verdammt noch mal nicht in Ordnung.

Ein kleines Liebesdrama von Jack erleben wir auch mit. Mich persönlich stört es nicht etwas über Schwule zu lesen und über ihre Gefühle. Es sind Menschen die ebenfalls lieben, wen ist doch völlig egal. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich selbst gern einen schwulen Freund, denn man hat teilweise das Gefühl, dass sie einen besser verstehen als Frauen. Kann aber auch nur Einbildung sein :D

Der Schreibstil hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen (ist nicht das erste Buch der Autorin), es las sich sehr flüssig. Keine unnötig schwere Sprache verwendet, sondern als würde man selbst in der Geschichte sein und die Handlung verfolgen. 


Fazit:

Ich kann dieses Buch jedem Romanliebhaber ans Herz legen, es lohnt sich allemal. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Montag, 30. September 2019

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

#168 Rezension zu "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland



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  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Knaur TB
  • ISBN-13: 978-3426520758

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Cover:

Das Cover finde ich schön dezent gewählt. Das Orange ist zwar schon ein Hingucker, aber dennoch ist es nicht zu knallig. Das Mädchen und der Junge, der das Buch in den Händen hält und aus dem Blätter flattern, ist ziemlich passend auf die beschriebenen Protagonisten Loveday und Nathan... Mich spricht es sehr an und hat mir während meines Urlaubs gute Dienste geleistet..

Klappentext:

Ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt: Stephanie Butlands herzergreifender Roman erzählt vom Wunder der Liebe und von der heilenden Kraft der Literatur.
Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?

Ein wunderschöner Roman über Familie, Liebe, Verlust und Vergangenheitsbewältigung mithilfe der besonderen Kraft der Literatur.





Meine Meinung:

Mich hat dieses Buch  verzaubert. Ich bin ehrlich gesagt nur zufällig auf dieses Buch gestoßen - ich hatte im Urlaub nur einen Thriller bei und brauchte aber für einen Tag eher leichte Lektüre, daher kaufte ich mir dieses. "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" klang jetzt nicht kompliziert oder nach einem Buch bei dem ich selbst viel mitdenken muss. Ich brauchte schlicht und einfach "leichte" Lektüre... Und auch, wenn ich finde, dass dieses Buch unter diese Kategorie fällt, ist es dennoch ein wirklich anspruchsvolles Buch.

Es geht im Großen und Ganzen um Loveday.. Sie verliert im alter von 10 Jahren ihre Eltern - auf unterschiedliche Weise jedoch. Sie wurde von einer Pflegemutter aufgenommen und verbrachte dort ihre Zeit bis zum 18. Lebensjahr.. Seit sie 15 Jahre alt war, jobbte sie in einem kleinen Buchladen - es war ihr Traumjob, ihre Berufung - bzw. ist es immer noch. Auf der Straße findet sie ein Buch, es ist leicht nass und sie kann gar nicht glauben, wie ein Mensch mit einem Buch so umgehen kann. Im Buchladen macht sie einen Aushang ob jemand es verloren hätte - und tatsächlich meldet sich jemand darauf. Wie man nun wahrscheinlich schon erahnen kann, ist es der männliche Part in diesem Buch - wir lernen Nathan kennen. Ein unglaublich sympathischer junger Mann. 
Loveday hält eigentlich nichts von anderen Menschen, im Gegenteil, sie versucht sich meist aus allem und von jedem fern zu halten. 

Loveday hat vieles in ihrer Kindheit durchmachen müssen und trägt seit geraumer Zeit ein Geheimnis mit sich rum. Sie erzählt niemandem etwas, denn sie konnte neu anfangen.. doch lässt sie ihre Vergangenheit einfach nicht los. Und als Bücher ihrer Mutter im Laden auftauchten, glaubte sie an eine Art Verschwörung gegen sie. Wer konnte es sein? 

Der Schreibstil gefällt mir unglaublich gut, man wird beim Lesen direkt als Leser angesprochen. Geschrieben ist es aus Lovedays Perspektive, bzw. Sie erzählt ihre Geschichte. Der Inhalt ist sehr umgangssprachlich geschrieben, was hier aber wirklich gut passt - einmal weil man sich als Leser direkt angesprochen fühlt und zum anderen passt es zum Charakter von Loveday.
Sie macht in dem Buch eine erstaunliche Entwicklung durch - quasi vom Mauerblümchen zur Frau. Sie hinterfragt viel, versucht mutig zu sein und fängt endlich an anderen zu vertrauen - doch vor allem sich selbst zu vertrauen. Sie schießt die falschen Männer in den Wind und hängt sich an die Liebe - sofern sie denn von Liebe sprechen kann, wenn sie doch gar nicht weiß was diese eigentlich bedeutet.

Auch einige überraschende Wendungen fehlen hier nicht. Am Ende war ich sogar über ein Ereignis recht schockiert und traurig. Prinzipiell geht es für Loveday aber wirklich gut aus und ich gönne ihr von Herzen ihr Glück. Sie hat lang gebraucht, um überhaupt wieder Glück zu erfahren. 

Fazit:

Ein wirklich toller Roman, der viele Themen behandelt wie Verlust, Liebe und Familie, was es heißt eine Familie zu haben, Freunde zu haben und verliebt zu sein. Zu wissen, dass es Leute gibt, die einem helfen, die nicht die Flucht ergreifen, nur weil die eigene Vergangenheit (die man sich nicht ausgesucht hat) nicht der Norm entspricht.
An diesem Buch sieht man mal wieder, was die Literatur für Gefühlskraft hat und was diese in einem Selbst, als Leser, auslösen kann. 

Ich kann dieses Buch mit vollen 5 Sternen auf jeden Fall jedem nur empfehlen! 

Sonntag, 29. September 2019

Der Kindersammler

#167 Rezension zu " Der Kindersammler" von Sabine Thiesler



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  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • ISBN-13: 978-3453024540

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Dieses Buch hat mit meine Nachbarin ausgeliehen, da sie sehr begeistert war als sie es vor Jahren las...

Cover:

Das Cover finde ich sehr gut gewählt. Im Vordergrund eine Schaukel, die auf einen Spielplatz hindeuten könnte  - vielleicht ein erstes Anzeichen darauf, wo der Täter seine Kinder verschleppt? Ich mag es sehr, wenn das Cover direkt erste Interpretationen zum Inhalt zulässt, im Zusammenhang dann mit dem Titel.

Außerdem finde ich es recht düster gestaltet, was wiederum hervorragend zum Genre - Thriller passt.


Klappentext:

Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toscana-Urlaubs verschwindet ihr Kind beim Spielen spurlos. Die Suche der Polizei verläuft ergebnislos, und sie müssen ohne ihren Sohn nach Hause fahren. Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. Sie ahnt nicht, wie nah sie dem Täter kommt – und er ihr.

Ein Roman, der einem zuweilen den Hals abschnürt, so schrecklich realistisch ist die Geschichte.


Meine Meinung:

Das Buch ist in verschiedene Abschnitte geteilt. Man lernt von Anfang an den Täter kennen und wie er vorgeht. Man lernt gleichzeitig auch die Kinder und die Familien der Opfer kennen. 

Das Buch beginnt mit einer Szene, mit der man im ersten Moment nicht viel anfangen kann, aber im Laufe der Handlung stößt man ein weiteres Mal auf diese Stelle und erkennt den Zusammenhang - der klassische Rote Faden zieht sich also fantastisch durch das gesamte Buch.
Alfred ist schon ein sehr komischer Typ. Man könnte meinen, dass er der Liebenswerteste Mensch auf Erden ist, wenn er denn nicht Kinder verschleppen würde. Was keiner merkt ist, dass er zwei Persönlichkeiten hat. Er versucht ja sogar damit aufzuhören, aber der Reiz ist einfach zu groß... Er sucht ja auch nicht nach den Kindern, sondern die Kinder kommen zu ihm. Aus einer banalen Situation heraus, hat er sein nächstes Opfer erkoren. 

Außerdem verfolgen wir Anna und ihren Mann, die bei einem Toskana Urlaub ihren Sohn Felix verloren. Spurlos verschwunden.. mehr erfahren wir im ersten Moment nicht, bis Anne nach 10 Jahren in die Toskana zurückfährt und sich auf die Suche macht. Erst, wenn sie seine Leichte gefunden hat, kann sie wirklich sicher sein, dass ihr Sohn auch tot ist.
Sie kauft sich ein Haus, in das sie sich hals über Kopf verliebt. Enrico, der das Haus verkaufen will, bietet ihr an, dass sie schon mal ein paar Tage bleiben könne - Probewohnen sozusagen. Schauen, wie sie mit dem Alleinsein klar kommt, da das Haus wortwörtlich in der Pampa ist. Wir erfahren mehr von ihr und ihrem Sohn, was damals passiert war und wie sie nun nach ihm suchen möchte...

Die Polizei  kommt dem Täter über viele Jahre nicht auf die Schliche - weder in der Toskana, noch in Deutschland. Er ist im System nicht registriert, sodass sie mit der sichergestellten DNA überhaupt nichts anfangen können. Und urplötzlich hören die Taten einfach auf... doch einer Polizistin in Deutschland, lassen die Fälle nicht los. Als sie im Fernsehen, nach vielen Jahren, zufällig eine Reportage sieht, die sich um vermisste Kinder in Italien handelt und dazu auch noch die ungelösten Vermissten Fälle in Deutschland erwähnt wird, klingeln bei ihr alle Alarmglocken. Könnte das die Lösung sein, wieso es in Deutschland auf einmal aufhörte? Ist der Täter einfach ausgewandert? Oder haben wir es hier mit zwei völlig verschiedenen Menschen zutun?

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Ich habe es mir anhand des Titels ehrlich gesagt noch ein wenig brutaler vorgestellt. Die Taten sind grausam und der Täter hat definitiv nicht alle Tassen im Schrank, aber er ist dennoch sehr klever. Er selbst hatte keine leichte Kindheit und wenn man nicht den richtig Weg für sich findet - nun ja, dass beschreitet man leider den Falschen. 
Sie einzelnen Szenen sind sehr mitfühlend, dennoch ist mir die Handlung um Anna und die Suche nach ihrem Sohn teils etwas zu langatmig. Man hat weniger das Gefühl, dass hier der Täter Kinder sammelt, sondern die Kinder durch Zufall ihm entgegen stolpern und dann kommt alle 3 Jahre eins zum anderen. Dass Anna sich in den Markler in der Toskana verliebt, obwohl sie ja auch noch verheiratet ist, finde ich hier eher unpassend.. das schluckt zu viel Spannung. Daher hat man gegen Mitte/Ende des Buches eher ein zähes Gefühl beim Lesen. Erst das Ende ist dann wieder wirklich spannend, als ein weiteres Kind verschleppt wird und quasi live dabei ist. 

Das Ende hat mir wirklich richtig gut gefallen. Es war nochmal Nervenkitzel pur und total unerwartet, vor allem, da ich im ersten Moment wirklich überlegen musste, wer da jetzt noch einmal mit in die Handlung reingerutscht ist. Als ich dann darauf kam, habe ich, nachdem ich das Buch zugeklappt hatte gedacht: Gerechtigkeit!


Fazit:

Ein wirklich tolles Buch, was ich jedem Thriller-Fan ans Herz legen kann.  Es kommen einige unerwartete Wendungen und bis auf eine kleine Durststrecke, die sich dennoch sehr gut liest, gibt es Spannung pur.
Von mir erhält dieser Thriller 4 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. 



Freitag, 13. September 2019

Hellcats Episode 3

#166 Rezension zu "Hellcats - Verlorene Freiheit -  Episode 3" von Eve Pay



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  • Taschenbuch: 200 Seiten
  • Verlag: Independently published
  • ISBN-13: 978-1089126430

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Die "Hellcats-Reihe" begeistert mich seit der ersten Seite..


Cover:

Das Cover ist genauso schön wie die Bände zuvor. Die Autorin bleibt ihrer Linie treu und ich mag total diese Farben <3 Das trifft genau meinen Geschmack.


Klappentext:

Ich schließe die Augen und lasse mich für wenige Atemzüge in die Berührung fallen. So viele Wochen habe ich mich nach menschlicher Nähe gesehnt, dass ich sie jetzt kaum aushalten kann.
Ruby hat es dank der Hellcats in die wichtigste Schule der H1 geschafft.
Schnell wird ihr klar, dass sie vor der schwersten Prüfung ihres Lebens steht. Denn die Schule ist nicht nur ein Hochsicherheitsgefängnis, sondern birgt auch ein grausames Geheimnis.
Wird Ruby es schaffen, das Programm der Regierung unbeschadet zu überstehen, oder wird ihr Geist zerbrechen?

Meine Meinung:
Auch der dritte Teil der Reihe konnte mich voll und ganz überzeugen. Ich mag die Charaktere sehr - Ruby wird immer selbstbewusster als Mädchen und ihr Charakter immer stärker. Sie hinterfragt viel und vertraut nicht jedem blind. 
Wir verfolgen in diesem Band nun die Geschehnisse in der Schule, in die sie sich eingeschleust hat, um ihre Schwester zu finden. Die Suche nach ihr gestaltet sich jedoch als enorm schwierig. Sie muss erfinderisch werden. Um ungesehen in dem Gebäude umherstreifen zu können versteckt sie sich in den Lüftungsschächten und erkunden so die Umgebung, doch von ihrer Schwester keine Spur.
Alles scheint aus dem Ruder zu laufen. Der anfangs geschmiedete Plan geht nicht auf.
Und zu allem Unmut trifft sie auf Finn, der auf die andere Seite gewechselt zu haben scheint. Eine Katastrophe jagt die andere und sie wird entdeckt...
Eine wirklich spannende Geschichte mit tollen Charakteren, unerwarteten Wendungen und mit Hoffnung auf mehr. 
Es ist immer recht schwierig eine ausführliche Rezension zu  schreiben, wenn das Buch recht dünn ist. Jedoch finde ich, dass diese 200 Seiten, die das Buch hat vollkommen ausreichen - es ist dennoch vollgepackt mit vielen Geschehnissen, Spannung und auch neuen Charakteren. Zu viel möchte man natürlich auch nicht verraten, um nicht zu spoilern :)

Fazit:
Für mich war es ein gelungener 3. Band mit Vorfreude auf mehr. Von mit gibt es 5 von 5 Sterne und eine klare Empfehlung dieser Reihe.
Ich habe es schon in den letzten Rezensionen gesagt: wer die Bücher von "Die Bestimmung" oder "Die Tribute von Panem" gern mag, der ist hier auch bestens bedient.