Freitag, 30. März 2018

Totgespielt

#79 Rezension zu "Totgespielt" von L.C. Frey



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  • Taschenbuch: 378 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • ISBN-13: 978-1523901524

✭✭✭✰✰

Cover:

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir das Cover überhaupt nicht gefällt. Wenn es im Laden ausliegen würde, hätte ich es nie in die Hand genommen. 

Klappentext:

Der erfolgreiche Thriller-Autor Andreas Herzog erwacht nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus zu schrecklichen Neuigkeiten: Er soll seine Ex-Frau grausam verstümmelt und ermordet haben – vor den Augen ihres gemeinsamen Sohnes. Doch Herzog ist überzeugt von seiner Unschuld und stürzt sich in eine waghalsige Flucht mit der jungen Krankenschwester Lina. 
Während Herzog sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellt, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion: Weitere brutal zugerichtete Leichen tauchen auf – ermordet nach dem Muster in Herzogs letztem Thriller …

Meine Meinung:

Also zu erst muss ich ja sagen, dass ich mir was ganz anderes unter diesem Titel vorgestellt habe, als es nun tatsächlich war. Der Titel passt jedenfalls zum Inhalt, die Opfer wurden tatsächlich "totgespielt"... 

Der Schreibstil gefiel mir ganz gut, es ließ sich flüssig lesen, jedoch kam für mich zu wenig Spannung auf. Zumindest am Stück.. die Spannung flaute zwischendurch bei mir ordentlich ab. Der Inhalt ist krank, keine Frage.. aber wenn die Spannung nicht Aufrecht erhalten werden kann, dann kann es noch so krank sein. 
Die Idee dahinter ist super. Ein Mörder, der ganz nach dem Vorbild eines Buches handelt, der den Autor persönlich kennt.. doch das Motiv habe ich einfach nicht verstanden. Was ich gut fand war, dass man bis zum Ende nicht wusste, wer nun der Mörder ist - man konnte viel spekulieren, aber als es dann aufgedeckt wurde, war ich sehr überrascht. Das Ende fand ich persönlich am spannendsten vom gesamten Buch. 

Die Charaktere waren mir eigentlich alle sympathisch. Gerade Herzog, der arme Kerl. Wobei er ja ein ziemliches Arschloch war.. als sein kranker Sohn zur Welt kam haut er einfach ab und lässt seine Frau im Stich. Vögelt alles was bei drei nicht auf dem Baum ist.. eigentlich sollte so ein Charakter einem nicht sympathisch sein, aber irgendwie schafft er es doch. Nach seinem Autounfall geht es ja dann auch schlagartig bergab für ihn. Seinen Agenten mochte ich eher weniger, kann gar nicht genau sagen wieso, aber der Charakter war mir einfach nicht angetan. Aber Herzogs Krankenhaus - Bettnachbar fand ich mega klasse. So eine geile Socke. Schade, dass man von ihm nicht mehr hatte. 
Es ist logisch, dass Herzog verdächtigt wird die Morde begangen zu haben, wenn die Opfer die sind, mit denen er Verkehr hatte, bzw. er sie als letzter lebend gesehen hat. Auch als er zusammen mit der Krankenschwester verschwindet, könnte man denken er ist es.. ich gestehe auch ganz ehrlich, dass ich zwischenzeitlich selbst dachte, er ist krank - hat eine gespaltene Persönlichkeit und ist wirklich der Mörder. Dann hab ich mal kurz gedacht, es könnte auch die Krankenschwester sein.. Das hat der Autor wirklich gut hinbekommen, einen an der Nase herumzuführen. 

Fazit:

Auch wenn viele gute Faktoren für das Buch sprechen und es teilweise wirklich krank und morbide ist, ist es mir nicht spannend genug gewesen. Ich habe mich oft von Handy oder anderen Sachen ablenken lassen, das spricht bei mir für ein nicht fesselndes Buch. Dazu kommt, dass das Cover einfach nicht mein Fall ist, daher vergebe ich gute 3 von 5 Sternen.

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