Donnerstag, 22. Februar 2018

blutiges Fest

#75 Rezension zu "Blutiges Fest" von Roy Ebstein


Bild von Amazon

  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • ISBN-13: 978-1502912633

✭✭✭✭✭


Cover:

Das Cover spricht mich leider nur teilweise an. Den Hintergrund finde ich klasse. Es schaut aus wie eine dunkle, verlassene Gasse, bzw. wie eine Hauswand. Es macht einen düsteren Eindruck...
Allerdings gefällt mir die gewählte Schrift vom Titel nicht. Ich verstehe, wieso die Farbe Rot gewählt wurde - blutig - das sagt es ja quasi schon, und dennoch finde ich, passt es nicht so richtig ins Bild.

Klappentext:

Die Hamburger Altstadt, als historisches Relikt zwischen Nikolaifleet und Cremon gelegen, ist ein romantisch-beschaulicher Ort, an dem viele Touristen das Flair der alten Gebäude und Speicher genießen. Mit der Beschaulichkeit ist es vorbei, als in der Nacht zum 1. Weihnachtstag ein schwerverletzter, nackter Mann aufgefunden wird, der wenig später stirbt. Schnell wird klar, dass er das Opfer eines bestialischen Verbrechens wurde, doch die Hintergründe der Tat liegen zunächst völlig im Dunkeln. Und die Recherchen der Kommissare Belting und Jüttner landen schon bald in einer Sackgasse. Erst als ein weiterer Mord geschieht, nehmen die Ermittlungen eine dramatische Wendung und bringen die Mordkommission auf eine Spur, mit der niemand gerechnet hatte .

Meine Meinung:

Mich hat der Thriller wirklich umgehauen. Die Ermordungen der zwei Opfer sind so bestialisch und abartig, dass man gar nicht wirklich glauben kann, wie jemand auf so etwas überhaupt kommen kann. Die Ermittlungen laufen in die komplett falsche Richtung und das auch nicht nur ein Mal. Es ist sehr faszinierend gewesen, wie die Gedankengänge der Ermittler funktionierten - es klang auch völlig schlüssig. Ich war selbst davon überzeugt, dass sie den Täter gefunden hatten.
Aber dann kam die Wende.. Alles stand Kopf und man musste noch mal von vorn beginnen. Die Beweislast war so erdrückend und doch vollkommen falsch interpretiert. Wobei man auch sagen muss, dass sich Belting sehr schnell festgelegt hat ohne weitere Aspekte mit hinzuzunehmen. 

Die Handlung ist sehr spannend geschrieben und sehr abartig. Solch kranke Typen, ja es ist beinahe schon eine Sekte, hat man selten. Aber genau dieser Aspekt - etwas Neues - gefiel mir sehr. Die Opfer taten mir unheimlich leid und mitzuverfolgen, wie es beinahe einen dritten trifft und wie dieser Prozess bis zum Tod aussieht ... mein Gott, das war grauenhaft. 

Der Schreibstil des Autors gefiel mir sehr gut, es las sich sehr flüssig und durch diese enorme Spannung, konnte man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Auch die Charaktere waren toll skizziert. Gerade Belting und sein Familienleben neben dem Beruf gefielen mir gut, auch dass seine Frau so hinter ihm stand und selbst Aspekte mit einbrachte. Auch den Gerichtsmediziner mochte ich sehr, aber die mag ich irgendwie immer... es ist so spannend was sie über die Toten zu erzählen haben. 
Manchmal zieht sich die Handlung etwas in die Länge, aber das stört nicht wirklich. Bei mir hat es zur Spannung eher noch beigetragen, was selten ist, denn man wollte ja nun unbedingt wissen was rauskommt bei den Ermittlungen und wer nun tatsächlich der Täter war. 
Interessant fand ich das Ende. Es war für mich kein typisches Ende, denn eigentlich wurde nicht wirklich gesagt wer es denn nun war, denn es stritten ja alle ab. Die Beweislage war zwar erdrückend und schlüssig aber ein Geständnis gab es nicht. Der Epilog erzählt dann nur noch wer, wie, wo und was... Und dann ist es zu Ende. 

Fazit:

Für mich war es ein sehr gelungener, spannender und faszinierender Thriller, der von mir volle 5 von 5 Sternen erhält. Ich kann es den Thriller-Fans dort draußen wärmstens empfehlen.. 

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